TwentyFive - Die Methode
Methode, Analytik und Erkenntnisse
Christoph Hofmański, Bastian Fröhlich, Matthias Boldt
Christoph Hofmański (Jg. 48) war nach einer Zeit im Management eines IT-Unternehmens als Dozent in den Fachbereichen Kommunikation und Mitarbeiterführung, außerdem als Coach und Supervisor tätig. Seine Klienten waren Unternehmer, Trainer, Coache und Personalentwickler. Die Erfahrungen aus der Praxis nutzte er in den 90ern für die Entwicklung der „Tiefenmotivations-Analyse“. Auf der Grundlage der in Praxis und Theorie gefestigten Erkenntnisse gründete er 2005 das Institut für Persönlichkeitsorientiertes Management, Görlitz. Er ist nach wie vor als Berater tätig und will mit seinen Büchern das Wissen weitergeben.
Persönlichkeit
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9783946373261
08.09.2021
Deutsch
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TwentyFive - Die Methode
Dieses Buch will in mehrfacher Hinsicht für Transparenz sorgen. Zunächst wird beschrieben, auf welche Weise wir die Persönlichkeit eines Menschen auch in ihren unbewussten Strukturen wahrnehmen und analysieren können. Dabei wird detailliert ausgeführt, wie ein Ranking-Fragebogen entwickelt oder die Textanalyse aufgebaut werden sollte. Mit den beschriebenen Analyse-Algorithmen erhalten Sie eine „Bauanleitung“ für die Schaffung einer Tiefenmotivations- und Kommunikationsanalyse. Im Kapitel „Persönlichkeiten“ wird deutlich, wie das Wissen im Sinne aller Beteiligten für bessere Entscheidungen sorgen kann. Dies betrifft zum einen das Wohlbefinden und zum anderen hat es positive wirtschaftliche Folgen, wenn wir unsere Emotionen ernst nehmen. Bei allem sind die Anforderungen an eine den ethischen Ansprüchen genügende Methode zur Motivationsanalytik zu berücksichtigen.
Die Autoren: Christoph Hofmański hat die Tiefenmotivations-Analyse und die Methode ‚TwentyFive‘ entwickelt. Seine Erfahrungen nutzt er in der Beratung von Unternehmen und privaten Klienten. Mit seinen Büchern will er einen Beitrag für ein verständnisvolles Miteinander leisten. Bastian Fröhlich hat 2017 seinen Bachelor in General Management mit Wirtschaftspsychologie und Finanzierung abgeschlossen. Sein Fokus liegt in der Ideenanalyse und der Anwendung im organisationspezifischen Kontext mit der Integrierung im Alltag. Dr. Matthias Boldt ist Informatiker und erfolgreicher Unternehmensgründer.
Leseprobe
Seitdem wir Menschen unsere Träume erinnern und solange wir in der Lage sind, unsere Gefühle, Gedanken und Stimmungen zu reflektieren, wissen wir, dass es keinen stabilen Dauerzustand gibt, den ein Außenstehender vermessen könnte. Es gibt Situationen, in denen wir sensibel auf Störungen reagieren, und andere, in denen wir über das Gleiche lächelnd hinwegsehen können. Nicht einmal wir selbst sind in der Lage verlässlich vorauszusagen, was uns morgen früh Lustgefühle oder Angst oder Wut oder Begeisterung erleben lässt. Wir wissen nur, dass unsere Sinne etwas wahrnehmen, das wir unbewusst verarbeiten, um es danach – wenn es wichtig ist - bewusst als Gedanken oder Gefühle zu realisieren. Wenn wir satt sind, nehmen wir das leckere, belegte Brötchen nicht wahr. Haben wir Hunger, läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Es kommt also darauf an, was uns momentan wichtig ist und worauf wir gerade Hunger haben. Sobald wir uns die Menschen in unserer Umgebung anschauen, nehmen wir Unterschiede wahr. Manche lieben Abenteuer, während andere es lieber im gemütlichen Wohnzimmer bequem haben. Einige freuen sich auf die nächste Party und andere darauf, ein spannendes Buch zu lesen. Aber, auch bei ihnen gibt es einen beständigen Wechsel an Stimmungen und Wünschen. Der Abenteurer freut sich, wieder zu Hause zu sein, der Bequeme nimmt sein Rad und fährt durch den Wald. Der Partymensch sagt, liebe Freunde, heute bastle ich mal an meinem neuen Computer, alleine.
Wenn wir die Kräfte des Unbewussten beschreiben und vergleichen wollen, ist es sinnvoll von den Unterschieden zwischen verschiedenen Menschen zu sprechen, die sich
- in vergleichbaren Situationen befinden und
- innerlich einigermaßen ausgeglichen sind.
TwentyFive beschreibt fünfundzwanzig Ausprägungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Wenn wir diese Kräfte in Zahlen ausdrücken wollen, nutzen wir Durchschnittswerte, um sagen zu können, jemand sei überdurchschnittlich, zum Beispiel durch das Integrationsbedürfnis, motiviert und eher unterdurchschnittlich an einer Nutzung von Erfahrungen interessiert. Es gibt verschiedene Methoden, mit denen es möglich ist, diese individuellen Unterschiede zu analysieren. Darüber wird noch zu reden sein. Vorher sollte geklärt werden, für wen dieses Wissen für welche Zwecke hilfreich ist und welche ethischen Fragen beachtet werden müssen.
Selbstentwicklung und Partnerschaften: Erkenne Dich selbst. Je besser wir unsere tieferen Bedürfnisse kennen, desto leichter ist es, gut für uns selbst zu sorgen und Entscheidungen zu treffen, die zu einer dauerhaften inneren Zufriedenheit führen. Erkenne Deine Partner. Ob beruflich oder privat, wir haben es entweder mit Menschen zu tun, die uns ähnlich sind, dann können wir uns gut verstehen, oder die anders sind als wir, dann besteht die Chance, dass wir uns gegenseitig unterstützen.
Förderung von Kindern und Jugendlichen: Jeder Mensch strebt nach etwas, das zu ihm passt, das seinem Leben einen positiven Sinn verleiht, das ihn begeistert. Unsere Kinder sind anders als wir. Wir sollten versuchen, sie in aller Tiefe zu verstehen, zu würdigen und dann zu unterstützen, wenn sie uns dazu auffordern. Jeder lernt auf seine Weise das, was ihn persönlich interessiert. Es ist natürlich, dass die Jugendlichen sich selbst, ihre Fähigkeiten und ihre Grenzen ausprobieren wollen. Hilfreich ist es, sie dabei so zu fördern, wie es ihrer Tiefenmotivation entspricht.
Die Zusammenarbeit in Verwaltungen und Betrieben: Wer kann welche Aufgabe am besten übernehmen? Was dem einen eine Belastung wäre, wird den anderen begeistern. Die Stellenprofile lassen sich mit den Persönlichkeitsprofilen von Mitarbeitern und Bewerbern vergleichen. Welche Menschen können in welchen Teams am besten zusammenarbeiten? Wenn wir nach Diversität streben, um unterschiedliche Kräfte zusammenzubringen, müssen wir für Moderation sorgen, damit aus Konflikten tragfähige Synergien entstehen. Das geht recht gut, wenn die Beteiligten sich in ihren individuellen Unterschieden kennen und würdigen.
Mit den Kunden in ihrer emotionalen Sprache reden: Aus Marketingsicht ermöglicht das Wissen um die Tiefenmotivation eines potenziellen Kunden, ihn in einer Weise anzusprechen, die positive Gefühle weckt. Zu jeder Zielgruppe gibt es eine passende Sprache und bevorzugte Medien. Ob im persönlichen Gespräch oder in der schriftlichen Kommunikation, der Berater sollte wissen, was seinem individuellen Kunden wichtig ist und auf welche Weise er seine Vorschläge emotional sinnvoll und verständlich formulieren kann.
Aus- und Weiterbildung: Wir lernen das am besten, was uns in der Tiefe unserer Seele interessiert und begeistert. Die Tiefenmotivation gibt Hinweise für die Entscheidungen für einen zu erlernenden Beruf, für die weitere Karriereplanung oder auch für eine neue Orientierung. Wir unterscheiden uns in unseren Lernstrate…